Putz-Anleitung ohne Chemie

Backofen reinigen mit Hausmitteln

Mit Natron, Essig und Zitrone lösen Sie selbst eingebranntes Fett – günstig, umweltfreundlich und ganz ohne scharfes Backofenspray. Schritt für Schritt erklärt.

ca. 7 Min. Lesezeit 3 Methoden mit Mengen Schritt-für-Schritt
Das Wichtigste in Kürze

Den Backofen reinigen Sie am besten mit Natron oder Backpulver: Eine Paste aus 2 EL Natron und 3 EL Wasser auftragen, 30–60 Minuten (bei starker Verkrustung über Nacht) einwirken lassen und feucht auswischen. Essig verstärkt die Wirkung, Zitronendampf eignet sich für leichte Verschmutzungen und gegen Gerüche. Bei selbstreinigenden Öfen (Pyrolyse) keine Hausmittel verwenden.

Vorbereitung

Nehmen Sie zuerst Bleche und Roste heraus – die reinigen Sie separat (siehe unten). Lassen Sie den Backofen ausgekühlt und stromlos. Sie brauchen nur wenige Hausmittel:

Natron oder Backpulver Wasser Essig oder Essigessenz 1–2 Zitronen (optional) Sprühflasche Mikrofasertuch & Schwamm

Welches Hausmittel wofür?

Nicht jedes Hausmittel eignet sich für jede Verschmutzung. Diese Übersicht hilft bei der Wahl:

Hausmittel Am besten geeignet für
Natron / Backpulver Eingebranntes, hartnäckiges Fett – die stärkste Methode
Essig (mit Natron) Fett und Kalk lösen, Wirkung der Paste verstärken
Zitrone / Zitronendampf Leichte Verschmutzungen, Gerüche, Frische
Salz (mit Natron) Unterstützt das Lösen frischer, noch warmer Flecken

Faustregel: Bei stark eingebranntem Fett führt an einer Natron-Paste kaum ein Weg vorbei – Essig und Zitrone sind die Ergänzung für leichtere Fälle.

Methode 1: Natron-Paste (gegen Eingebranntes)

Die wirksamste Methode gegen hartnäckiges, eingebranntes Fett. So geht's Schritt für Schritt:

  1. 1
    Paste anrühren

    Ca. 2 Esslöffel Natron mit 3 Esslöffeln Wasser zu einer zähflüssigen Paste vermischen.

  2. 2
    Auftragen

    Die Paste auf die verschmutzten, eingebrannten Stellen verteilen. Die Heizstäbe dabei aussparen.

  3. 3
    Einwirken

    Mindestens 30 bis 60 Minuten einwirken lassen – bei extremen Verkrustungen über Nacht.

  4. 4
    Mit Essig aktivieren

    Optional die Stellen mit Essigwasser (1:1) besprühen. Die Mischung schäumt und löst den Schmutz porentief.

  5. 5
    Abwischen

    Getrocknete Paste und gelösten Schmutz mit einem feuchten Mikrofasertuch auswischen, danach klar nachwischen.

Methode 2: Essig & Natron

Die Säure im Essig greift Fett und Kalk an und entfaltet kombiniert mit Natron die beste Wirkung. Tragen Sie zuerst die Natron-Paste auf, sprühen Sie dann Essigwasser (1:1) darüber. Es beginnt zu schäumen – nach kurzer Einwirkzeit feucht auswischen. Pur und ohne Natron hilft Essig vor allem bei leichten, noch nicht eingebrannten Verschmutzungen.

Methode 3: Zitronendampf (für den Frischekick)

Ideal für eine leichte Reinigung, die den Backofen zusätzlich angenehm duften lässt:

  1. 1
    Schale vorbereiten

    Eine ofenfeste Schale mit ca. 500 ml Wasser füllen und den Saft von 2 Zitronen dazugeben.

  2. 2
    Aufheizen

    Den Ofen auf ca. 250 °C stellen und das Wasser 15–20 Minuten verdampfen lassen.

  3. 3
    Nachwischen

    Ofen ausschalten, etwas abkühlen lassen und die angelösten Verkrustungen feucht abwischen.

Bleche, Roste & Backofenscheibe

Was Sie vermeiden sollten

  • Pyrolyse-/selbstreinigende Öfen: keine Hausmittel oder Sprays – Spezialbeschichtung nicht beschädigen. Selbstreinigung gemäss Anleitung nutzen.
  • Heizstäbe und Lüfter aussparen und nicht mit Flüssigkeit volllaufen lassen.
  • Keine kratzenden Metallschwämme auf Email und Scheibe.

Wie oft sollte man den Backofen reinigen?

Am einfachsten ist es, frische Verschmutzungen sofort zu entfernen, solange nichts eingebrannt ist – das spart später viel Schrubben. Eine gründliche Reinigung lohnt sich bei normalem Gebrauch etwa alle ein bis zwei Monate, bei häufigem Braten und Backen entsprechend öfter. Wer regelmässig ein Backblech als Spritzschutz unterlegt, hält den Ofen deutlich länger sauber. Spätestens vor einer Wohnungsabgabe ist eine komplette Reinigung Pflicht.

Backofen & Wohnungsabgabe

Bei der Wohnungsabnahme ist der Backofen einer der am häufigsten beanstandeten Punkte – inklusive Blechen, Rosten und Scheibe. Wer beim Auszug auf Nummer sicher gehen will, überlässt die Endreinigung einem Profi: Mit einer Endreinigung mit Abnahmegarantie wird bei Beanstandungen kostenlos nachgereinigt. Was sonst noch geprüft wird, zeigt unsere Wohnungsübergabe-Checkliste.

Häufige Fehler beim Backofen reinigen

Häufige Fragen

Was ist das beste Hausmittel, um den Backofen zu reinigen?
Für eingebrannte, hartnäckige Verschmutzungen ist eine Paste aus Natron (oder Backpulver) und Wasser am wirksamsten. Sie löst Fett zuverlässig. Essig und Zitrone eignen sich eher für leichte Verschmutzungen und gegen Gerüche.
Wie bekomme ich eingebranntes Fett im Backofen weg?
Tragen Sie eine dickflüssige Natron-Paste auf die eingebrannten Stellen auf, lassen Sie sie 30–60 Minuten (bei starker Verkrustung über Nacht) einwirken und sprühen Sie anschliessend etwas Essigwasser darüber. Die Mischung schäumt und löst den Schmutz, den Sie dann feucht abwischen.
Wie lange müssen die Hausmittel einwirken?
Je nach Verschmutzung 30 bis 60 Minuten. Bei sehr starken, eingebrannten Verkrustungen lassen Sie die Paste am besten über Nacht einwirken.
Darf ich einen selbstreinigenden Backofen (Pyrolyse) mit Hausmitteln putzen?
Nein. Bei Pyrolyse- oder katalytischen Backöfen sollten Sie keine Hausmittel oder Backofensprays verwenden – das kann die Spezialbeschichtung beschädigen. Nutzen Sie hier die Selbstreinigungsfunktion gemäss Bedienungsanleitung.
Muss der Backofen bei der Wohnungsabgabe sauber sein?
Ja. Der Backofen ist einer der am häufigsten beanstandeten Punkte bei der Wohnungsabnahme. Er muss inklusive Blechen, Rosten und Scheibe fettfrei und fachgerecht gereinigt sein.
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